Kokosöl für’s Wohlbefinden

Trockene Haut, Neurodermitis, non-stop-Juckreiz, oft sprödes Haar … erneut ein Gang in die Drogerie. Erneut eine einstudierte Rechtfertigung, wenn Zuhause gefragt wird, ob man nicht schon genug Zeug rumstehen habe. Ähm ja, aber nein … oder vielleicht doch? Ab und an sollten wir uns einen weiteren Gang in die Drogerie, um das neuste Wundermittel aus der Werbung zu ergattern, sparen. Die Kraft und Wirksamkeit natürlicher Produkte würde mehr von uns geschätzt werden, wenn wir uns mehr damit auseinandersetzen würden.

In einer Zeit, in der man ständig erreichbar sein muss; immer durch die Gegend hetzt und oft mit einem Burger oder ein paar Süßigkeiten ungewollt zufriedengestellt ist, ist es umso wichtiger, sich mit seiner Ernährung sowie seinem Lebensstil auseinanderzusetzen. Kokosöl gilt zu Recht als Musthave im Haus. Es würde viel zu lange dauern, um haarklein zu erklären, weswegen Kokosöl uns so unfassbar gut tut. Aber was muss, das muss: Wir machen einen kleinen Exkurs in die Biologie.

Ungesättigte Fettsäuren

Öle und Fette bestehen alle aus verschiedenen Fettsäuren mit unterschiedlichen Wirkungen und Risiken. Wenn wir uns einen Überblick über die Fettsäuren verschaffen, dann können wir besser von gesund bis schädlich differenzieren.
Bei den Fettsäuren unterscheiden wir zwischen gesättigten und ungesättigten.

Omega-3 und Omega-6 zählen zu den ungesättigten Fettsäuren, die essenziell für den menschlichen Körper sind, aber nicht von selbst hergestellt werden können. Wir müssen sie also selbst zu uns nehmen, allerdings in geringen Mengen: Wenige Gramm täglich reichen hierbei schon aus.

Wissenswertes zu Transfetten

Pflanzenöle bestehen zu mehr als dreiviertel aus ungesättigten Fettsäuren. Nehmen wir zu viel von ihnen ein, dann bilden sich in unserem Körper sogenannte Transfette. Diese giftigen Transfette bilden sich auch dann, wenn ungesättigte Fettsäuren zu lange erhitzt werden oder wenn sie durch künstliche Härter zu gesättigten Fettsäuren umgewandelt werden (es verändert sich somit der Aggregatzustand von flüssig zu fest). Sie erhöhen unter anderem auch die Gefahr für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Gesundheitsprobelemen. Künstliche Transfette sind sogar in einigen Ländern verboten (daran sehen wir wie schädlich sie sind!), in Deutschland bisher allerdings nicht.

Kommen wir nun zu den erfreulichen Dingen: gesättigte Fettsäuren, die zu circa 80 Prozent in Kokosöl enthalten sind. Sie sind leicht verdaulich, regen den Stoffwechsel an, erhöhen die Leistungsfähigkeit und stärken das Immunsystem. Klasse, nicht wahr? Ich mein, was will man mehr?! So viel Gutes in nur einem Löffel Kokosöl.

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3 Gründe dafür Kokosöl zu benutzen

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  1. Wer trockenes Haar hat oder einfach mehr Glanz möchte, kann es gut als Haarpflege verwenden. Hierzu einfach in die Spitzen einarbeiten und über Nacht einwirken lassen. Entscheidet je nach Haarstruktur, ob ihr es auswaschen möchtet oder nicht. Da ich zum Beispiel ziemlich dickes Haar und wilde Locken habe, lasse ich es immer drin. Trockener Kopfhaut könnt ihr entgegenwirken, indem ihr eine Fingerspitze voll Kokosöl in eure Kopfhaut einmassiert.SONY DSC
  2. Kokosöl ist unfassbar gut für trockene Haut. Ihr könnt dadurch für ’ne sanfte und schonende Rasur sorgen. Es eignet sich ebenfalls zum Eincremen. Das Resultat? Ein super weiches Hautgefühl. Gegen meine Neurodermitis hilft es ebenfalls. Vor allem weiß ich, was drin ist! An dieser Stelle merke ich an, dass dennoch jeder für sich entscheiden und entdecken muss, was seiner Haut gut tut. Bei sehr starker Neurodermitis ist definitiv ein Gang zum Hautarzt notwendig! Nach einigen Wochen hat sich mein Teint deutlich verbessert. Ich habe nicht mehr das Gefühl, dass mein Gesicht austrocknet.SONY DSC
  3. Als kleine Zugabe in einem Smoothie oder zum Anbraten der Gemüsepfanne: Ganz egal, beides ist herrlich lecker!

Worauf ihr achten solltet

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Natives Bio-Kokosöl aus Penny, ca. 4 €

Achtet beim Kauf von Kokosöl darauf, dass ihr auf „Virgin-Coconut-Oil“ zurückgreift. Es ist in der Herstellung in der Regel weniger erhitzt und ohne künstliche Härtungsmittel, was bedeutet, dass sich keine gefährlichen Transfette darin gebildet haben. Gutes Kokosöl ist mild im Geschmack und riecht angenehm kokosartig. Lagert es nicht im Kühlschrank, sondern bei Zimmertemperatur. In der Regel reicht es, wenn ihr mit einem sauberen Löffel die gewünschte Menge herausnehmt. Zum Schmelzen stellt ihr es für einige Minuten einfach ins Wasserbad. Et voilà!

Welche Erfahrungen habt ihr mit Kokosöl? Nutzt ihr es auch als Supermittel? Oder habt ihr es bisher noch gar nicht auf dem Schirm gehabt?

19 thoughts on “Kokosöl für’s Wohlbefinden

  1. Ich habme Kokosöl bei meiner Reise nach Thailand vor 4 Jahren entdeckt und seit dem ist es nicht mehr aus meinem Leben weg zu denken. Ich liebe es einfach und sehe es genauso wie ihr als Wundermittel. Man kann damit auch Ölziehen machen, oder es für, ähäm, amouröse Stunden verwenden. Für die Haare habe ich es auch mal verwendet, aber das war ein Reinfall… nach 3x auswaschen hatte ich immer noch fettige Haare 😀
    Ansonsten liebe ich es wirklich sehr!
    Schöner Beitrag 🙂
    Liebe Grüße, Dorie
    http://www.thedorie.com

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  2. ein super recherchierter und geschriebener Beitrag!
    ich bin selber ein Kokosöl-Junkie und kaufe es immer in den ganz großen Gläsern à 800 Gramm 😀
    bei mir findet es auch Verwendung in der Küche, aber am meisten doch für die Kosmetik, v.a. als Ersatz für Bodylotion und zum Oil-Pulling für weiße Zähne!
    nur im Gesicht sollte man es ja nicht verwenden, da es komedogen wirkt 😉

    habt ein tolles Wochenende ihr Hübschen und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr auch mal wieder bei mir vorbeischaut 🙂
    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/
    https://www.instagram.com/liebewasist/

    Gefällt 1 Person

  3. Super Beitrag un d besonders der Hinweis, das ohne künstliche Härtungsmittel, zu benutzen.
    Ich habe das Bio-Kokosöl vom *dm und benutze es schon einige Jahre.
    Bei mir sind es besonders die trockenen Haarspitzen, die sich sehr freuen, wenn es zum Einsatz dort kommt 😉
    Auch bei besonders trockenen Hautstellen und natürlich ab und zu in der Küche, verwende ich es.

    Einen lieben Sonntagsgruß,
    Uschi

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  4. Ich liebe es mit Kokosöl zu braten und zu kochen! Man kann es ja auch so prima heiß erhitzen! 👍🏼 u d zudem finde ich, dass z.b. Süße Speisen wie Pfannkuchen super lecker schmecken mit einem Hauch Kokosöl 😊
    Für die Haarsitzen oder die Haut hält es aber auch gerne her wenn es nötig ist! Wirklich praktisch es immer im Haus zu haben 😉

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  5. Oohh, ich bin auch ein großer Kokosöl bzw. Kokosnuss-Mus-Fan! Meine Mutter nutzt es seitdem ich zurückdenken kann und ich mag es irre gern, wenn Speisen diesen dezenten Kokos-Geschmack haben. Für die Haare kann ich es nicht nehmen, da ich froh bin um jedes Volumen, aber meine Schwester schwört darauf und bei ihr wirkt es richtig gut.
    Ein sehr informativer und guter Post!

    Allerliebst
    Melia Beli
    http://www.meliabeli.de

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  6. Nabend! ;)….ich habe jetzt schon so oft von der Wunderwaffe Kookosöl gelesen, ich denke ich werde das dann jetzt tatsächlich auch mal ausprobieren^^….habe nämlich leider echt immer trockene Haut und ja im winter wirds halt nicht gerade besser, ne!?^^^….also danke für diesen Beitrag, ich hoffe es wirkt! :))…Einen schönen abend dir noch und viele Grüße aus’m schloss bei meran ! Nora

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  7. Pingback: POTTlike -

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