Namast’ay Me

Digitalisierung und Schnelllebigkeit sind kaum noch aus unserer Welt wegzudenken. Sogar dann, wenn Zeit für andere Dinge bleibt, können die Wenigsten sich dem Bann des Smartphones entziehen. Es ist für den Fall der Fälle überall mit dabei, was ich auch bei mir hin und wieder bemerke. Sogar wenn das Smartphone mal nicht aufleuchtet, wird regelmäßig reflexartig gecheckt, ob nicht doch etwas ist. Okay, es ist nichts … Aber immerhin weiß ich Bescheid, dass nicht doch gerade die Nachricht meines Lebens eingegangen ist. Hektisch wird getippt, gequatscht, fotografiert, gescreenshottet, zwischendurch hoch geguckt, um zu signalisieren: Ich hör zu, keine Sorge. Eine Portion Entschleunigung-to-go, bitte!

Der Drang immer up-to-date, schneller oder besser zu sein, übersteigt manchmal den Drang sich selbst wirklich zu kennen. Dabei ist doch gerade Letzteres um einiges wichtiger. Stattdessen verlieren wir uns immer mehr, immer schneller selbst: so lange, bis wir aufwachen und nach Luft schnappend realisieren, dass es Zeit wird zu uns zurückzukehren. Wenn wir Zeit schaffen, um unseren Interessen nachzugehen, lernen wir mehr über uns, entdecken vielleicht sogar neue Vorlieben und was noch viel wichtiger ist: verlieren uns selbst nicht aus den Augen.

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Sich Zeit für sich selbst nehmen

Nun hat ein Tag ja leider (oder doch zum Glück?) nur 24 Stunden. Es ist also nahezu ein Ding der Unmöglichkeit sich nur seinen Interessen zu widmen, denn man hat natürlich auch andere Verpflichtungen. Man kann sich Zeit für sich selbst allerdings auch während dieser Verpflichtungen schaffen, indem man sich in Achtsamkeit übt.

Wir können die Zeit beim Kochen gut dazu nutzen, um uns mit uns zu beschäftigen. Was lief heute gut? Was waren heute meine Hochs? Was hat mich heute vielleicht verletzt? Hatte ich heute negative Gefühle in mir? Wenn ja, wieso? Es ist völlig menschlich wütend oder traurig zu sein. Wichtig ist nur, dass man lernt mit diesen Emotionen umzugehen, sie anzuerkennen und zu lindern. Das sagt man oft, aber wie viele von uns fressen tatsächlich Ärger in sich hinein?

Unternehmen haben den Trend auch erkannt

Tägliche Meditations-/Yoga-Einheiten, die auch gar nicht so lange sein müssen, reichen schon vollkommen aus, um sich zu fokussieren. Gleichzeitig tut man auch noch seinem Körper was Gutes. Und ich muss zugeben: Yoga wird viel zu oft unterschätzt.

Das haben aber nicht nur wir erkannt. Sondern auch große Unternehmen springen auf den Trendzug der Entschleunigung und Gesundheit auf. Wie aktuell Zalando. Der Moderiese  bietet hilfreiche Tipps und Tricks rund um das Thema Yoga. Verschiedene Yoga-Experten aus aller Welt teilen ihre Erfahrungen und Routinen, was es einfacher für Einsteiger (wie meine Wenigkeit) macht, um sich einen Überblick zu verschaffen. Die passende Kleidung – nicht zu verachten – gibt’s dort natürlich auch.

21 Tage, um eine Gewohnheit zu entwickeln. 90 Tage, um sie als Lebensstil zu festigen: Ich bin gespannt, ob Yoga Bestandteil meines Lebensstils wird. Es sind bisher zwar „nur“ 15 Minuten, aber es sind immerhin 15 Minuten, in denen ich mit mir allein bin. Ohne Smartphone, ohne Fernseher, ohne Ablenkung. Die ersten drei Tage sind geschafft und ich fühle mich jetzt schon zufrieden, entspannt und irgendwie im Einklang mit mir selbst. In diesem Sinne: Namaste!

Macht ihr schon Yoga? Wenn ja, wie kamt ihr dazu? Und wie fühlt ihr euch danach?

12 thoughts on “Namast’ay Me

  1. Was für ein schöner Post!
    Ich war im Oktober auch mal versehentlich einen Tag ohne Handy und dachte ich würde sterben XD Aber nach ein paar Stunden habe ich sogar vergessen, dass ich es nicht bei mir habe und es war dann gar nicht mehr so wichtig.
    Die Einsicht zum Schluss: die Welt drehte sich auch ohne das ich dies am Handy beobachte 😉
    Namaste! Josie

    http://www.josiejolie.com

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  2. Ihr Lieben, ein toller Artikel. Auch ich ertappe mich immer wieder dabei wie ich zum 100sten mal mein Handy nach Mails etc checke. Verfolge meine Posts, warte sehnsüchtigst auf Kommentare oder Reaktionen etc. Das ist die Krux der digitalen Welt. Deshalb mache ich inzwischen bewusst Tage an denen ich mich zum Beispiel um meinen Blog kümmere. Bin ich mit Freunden unterwegs gucke ich nur aufs Handy wenn es sein muss. Das sind alles Dinge die mir unglaublich gut tun und entschleunigen. Yoga mache ich nicht, dafür meditiere ich und mache Lu Jung (eine Art tibetisches Yoga). Herzliche Grüße und gerne mehr von solchen Artikeln 🙂 Ich habe auch eine Blogreihe gestartet die Hinter die Kulissen blickt, heute ist ein neuer Post dazu über Selbstzweifel und Selbstständigkeit dazu online gegangen, vielleicht habt ihr ja Lust mal reinzugucken. Herzlichst, Eva

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    1. Das ist eine gute Taktik und das sollten viele so machen! Gerade, wenn man mit anderen unterwegs ist, sollte man das doch bewusst genießen und nicht immer durchs Smartphone abwesend sein.
      Und da schauen wir doch gerne mal vorbei! Dir eine tolle Woche noch 🙂

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  3. ihr Lieben, so ein wundervoller Beitrag!
    ich habe Yoga für mich Anfang des letzten Jahres in Nepal entdeckt! und warum?
    ich war von der schnelllebigen hektischen Stadt, in der ich sonst keinen Sport machen konnte, total überladen und habe einen Ort für Ruhe und mich sekbst gesucht – und gefunden 🙂

    viel Freude euch beim Yoga und lesen ihr Lieben,
    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/
    https://www.instagram.com/liebewasist/

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  4. Namaste meine Liebe…

    Ich bin Yogalehrer und Ich würd sagen… Yippie Yeah das ist ist doch mal ein spannender erster Schritt… Ich kann dir auf jeden Fall dazu raten da tiefer einzusteigen und das zu einer regelmässigen Gewohnheit zu machen und schau auch mal wie du noch weiter zur Ruhe kommen kannst. Vielleicht mal wieder mehr in die Natur gehen. Klassische Musik hören… Ich hab da in einem meiner allerersten Blogposts 5 kleine Tipps für Anfänger und Nicht Yogis aufgeschrieben schau doch mal rein und lass mich wissen was du davon hälst…

    https://projectevolution.wordpress.com/2016/09/15/5-yoga-starter-tipps-fur-nicht-yogis/

    …. aber bleib auf jeden Fall am Ball… oder probiers mal mit Morgengewohnheiten…

    https://projectevolution.wordpress.com/2017/04/24/meine-morgenrituale-zum-durchstarten/

    Das kann dein erster Schritt in was ganz grossartiges werden… ;o) …. Hab ein grossartiges Leben Namaste

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