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Wege zum Glück

Ich tue das mittlerweile regelmäßig: Ich höre in mich hinein, um herauszufinden, ob ich glücklich bin. Wenn ich merke, dass das nicht der Fall ist, muss ich etwas ändern. Und das heißt oft auch, dass ich Pläne, die ich eigentlich für sicher angesehen hatte, umschmeißen muss. Denn den einen richtigen Weg gibt es nicht. Das merke ich immer wieder!

Als ich noch zur Schule ging, war das anders. Da habe ich gedacht: Es gibt für mich nur einen Weg. Und den gehe ich, komme, was wolle. Schließlich bin ich eine Frau mit einem starken Willen. Das hieß: Ein sehr gutes Abitur zu machen, um für meinen Traum-Studiengang angenommen zu werden: Journalistik. Check! Das hat schon mal geklappt. Es folgte die Bewerbungsphase und die Angst, nicht angenommen zu werden. Aber: Check! Auch hier ist mein Plan aufgegangen. Die nächsten Schritte auf dem Weg zu meinem persönlichen Glück musste ich aber auch noch gehen. Die Semesterferien mussten also ausfallen, stattdessen musste ich ja an meinem Plan arbeiten. Ein Praktikum nach dem nächsten sollte mich an die Hochglanz-Magazine in Hamburg und München heranbringen. Denn da wollte ich um jeden Preis später arbeiten. Und wisst ihr was? Check: Auch das habe ich geschafft.

Mit Fleiß kann man alles schaffen!

Und das, obwohl man mir einst sagte, dass man nur über Kontakte dorthin kommen könne. Stattdessen ging mein Plan auf: Mit Fleiß kann ich eben alles selbst schaffen! So hatte ich Kontakte geknüpft und einen Fuß in der Tür, die ich unbedingt passieren wollte. Ich hatte also in kurzer Zeit alles geschafft, was ich wollte und war beruflich genau da, wo ich hin wollte. Das große ABER hatte ich dabei nicht bedacht: Ist das denn wirklich alles? Macht einen allein der Beruf glücklich?

Während ich früher dachte: „Ja klar, das ist genau das, was ich will“, denke ich heute: „Nö“. Ich weiß, dass mich viele immer als starke Karrierefrau angesehen haben, die so oder so ihren Weg geht. Und das schmeichelt mir! Aber nur das will ich gar nicht sein. Denn in einem solchen Leben fehlt mir die Wärme, das Geborgene, die Liebe. Auch, wenn das super kitschig klingt. Ich bin aber eben doch nicht nur die starke „Sex and the City“-Samantha, die im Grunde nur sich selbst und ihren Job liebt. In mir steckt eben auch eine liebevolle Charlet, die sich vor allem in ihrer eigenen Familie geborgen fühlt. Die Mischung macht’s für mich! Ich bin weder voll das eine noch voll das andere. Und als starke Frau sollte man sich auch nicht entscheiden müssen!

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Die schwerste Entscheidung meines Lebens

Wo ich sowieso gerade beim Thema „Sex and the City“ bin: Genau beim gemütlichen TV-Abend mit eben dieser Serie ist mir das bewusst geworden. Saß ich gemütlich vor dem Fernseher und war mal wieder vertieft in die Stories von vier starken Single-Frauen, die in New York ihre Träume verwirklichen, kam in diesem Moment eine E-Mail, die mich vollkommen zum Nachdenken brachte. Es war eine E-Mail mit einem Angebot, für das ich mich Monate zuvor beworben hatte: ein Praktikum bei der BUNTE in … ratet mal! In New York natürlich! Eigentlich der Jackpot für meine Karriere. Als Anglistik- und Journalistik-Studentin mit einem Hang zu Klatsch- und Tratsch-Geschichten hätte es doch nichts Besseres geben können.

Ich saß also auf der Couch. Den Laptop vorm Gesicht. Und tausende Fragezeichen in meinem Kopf. Soll ich oder soll ich nicht? Schließlich habe ich hier im Ruhrgebiet doch meinen Freund. Ich bin mitten in meinen letzten beiden Semestern des Studiums. Und ich hatte gerade meine neue Liebe gefunden: mein POTTlike-Projekt. Was also tun? Meinen alten Plan verfolgen – um jeden Preis? Den Mädels aus meiner Lieblingsserie nacheifern? Denn genau das ist doch mein Ding! Aber was, wenn mich die drei Monate in New York völlig verändern? Mich egoistischer machen. Und alles hier vergessen lassen? Vielleicht sogar ein Angebot kommt und ich dort bleibe. Und am Ende noch unglücklich werde. Ich weiß es nicht!

Hört nur auf euch selbst!

Am Ende wusste ich’s dann aber doch: Manchmal muss man vom geraden Weg Abstand nehmen und vielleicht die nächste Abzweigung nehmen. Und das habe ich getan. Auf dem Straßenschild standen also: Heimat, Familie und POTTlike. Ich habe es auch bis jetzt nicht bereut, diesen Umweg genommen zu haben. Denn vielleicht war genau der der richtige. Denn auf diesem Weg warteten bisher viele berufliche Erfolge mit dem eigenen Projekt, tolle Erfahrungen in meiner Heimat und vor allem: mein neues familiäres Glück! Und das ist doch viel mehr Wert als nur der berufliche Erfolg, der vielleicht dann doch einsam macht.

Am internationalen Frauentag kann ich also nur sagen: Geht euren eigenen Weg, Ladies! Hört nicht auf andere, die euch sagen wollen, was das Richtige ist. Hört auf euch selbst und auf das, was euch selbst glücklich macht. Und ändert euren Weg, wenn ihr merkt, dass er genau das nicht tut. Ich sitze nun hier neben meiner kleinen Maus und schreibe diesen Text. Und schreibe ihn nicht wehmütig, sondern glücklich und voller Selbstbewusstsein. Und dass ich das tun kann, ist doch der Beweis dafür, dass ich mich richtig entschieden habe. In diesem Sinne: Respekt an alle starken Frauen da draußen, die den Spagat zwischen Familie und Karriere schaffen, die ihre beruflichen Ziele verfolgen oder die voll und ganz in ihrer Familie aufgehen. Solange ihr glücklich seid, macht ihr’s genau richtig und könnt stolz auf euch sein!

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Karten: Laufrichtung Frühling

13 thoughts on “Wege zum Glück

  1. Vielen Dank für die tollen motivierenden Worte! Solche Texte lese ich total gerne, vor allem wenn sie von jemandem kommen, der seinen Weg gefunden hat und sich Träume schon verwirklichen konnte. 🙂
    LG Jo

    Gefällt 1 Person

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