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Ohne Kind, ohne Verständnis?

Es war mal wieder so ein Abend: Kind schläft und ich habe Zeit mir eine Folge „Sex and the City“ zu gönnen. Da sitze ich so gemütlich auf der Couch, der kleine Mann liegt selig in seinem Bettchen, ich hätte mal wieder Zeit für Frauenkram abseits vom Mutter-Kosmos und plötzlich geht’s doch wieder nur um Babys. Und ich finde mich total drin wieder. Die Szene: Miranda sitzt mit den anderen drei Mädels im Café, die Haare fettig, die Laune mies, die Augenringe bis zum Bauchnabel. Zu wenig Schlaf, zu wenig Zeit für Dinge wie einen Friseurbesuch oder eine ausgiebige Shoppingtour. Eigentlich nichts Schlimmes. Solche kleinen Abstriche macht man eben mal. Das Problem ist nur, wenn die Freundinnen kein Verständnis für dich zeigen.

Und manche meiner Bekanntschaften verhalten sich ähnlich wie es Samantha in der Serie tut. Bloß kein Verständnis zeigen, nur immer drauf hauen. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass man selbst etwas zurückstecken muss in der ersten Zeit mit Kind. Wenn man dann mal eben öfter ein Treffen verschieben muss, weil man zu wenig geschlafen hat oder die Nerven etwas blank liegen, sollte man als Freundin zurückstecken können und dich unterstützen anstatt dir Vorwürfe zu machen. Schließlich dauert dieser Zustand nicht ewig an. Irgendwann hat sich eben alles eingespielt.

Ich bin immer noch wie früher – nur mit Anhang

Das Problem: Freunde ohne Kind können sich nur schwer vorstellen, dass nicht alles so läuft wie sonst. Und sehen vielleicht andere Mütter im TV, die alles super easy unter einen Hut bekommen. Entschuldigung, dass ich eben kein Promi bin, der sich mal eben so eine Kinderfrau leisten kann, die nebenbei auch noch den Haushalt macht und kocht. Denn genau das mache ich alles selbst. Schreibe Texte für verschiedene Medien und natürlich den Blog. Nebenher noch das Kind, das durch die Gegend robbt und alles auseinander nimmt, was nicht niet- und nagelfest ist. Das auch mal krank ist und dann noch mehr Fürsorge benötigt. Das Zähnchen bekommt. Das wächst. Das lernen möchte.

Wenn man dann als Freundin sauer ist, dass ich nicht mehr auf ein Kaffeedate ohne Kind komme: Ich kann es nicht ändern und will es auch gar nicht. Und kann nur noch an der Freundschaft zweifeln. Denn mein Kind ist nun ein Teil von mir, ändert aber nicht, wer ich mal war und meinen Charakter auch nicht.

Was es geändert hat: Ich merke nun, wer verständnisvoll ist. Wer mich trotz Absagen über Absagen dennoch trifft, weil mich derjenige sehen möchte. Wer auch meinen Sohn lieb hat, weil er eben zu mir gehört. Das sind doch die wahren Freunde, die man weiterhin in seinem Leben haben möchte. Auf die man zählen kann. Und bei den anderen ist es ganz einfach: Sucht euch eure Single-Freunde und ich bin gespannt, wie ihr reagiert, wenn ihr dann selbst mal Mama seid und selbst kein Verständnis entgegenbekommt.

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